Switch - in 4 Tagen um die Welt Switch - in 4 Tagen um die Welt

Junge unterstützt SWITCH

Ziel des Projekte


„Switch – in 4 Tagen um die Welt“ ist es, Solidarität in unserer Gesellschaft zu fördern und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere der Kinder, zu unterstützen. Zivilgesellschaftliches Engagement, die Anerkennung von Unterschiedlichkeit (Diversity) und die Vermittlung entsprechender Werte sind dabei von elementarer Bedeutung: Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen Ländern der Europäischen Union und vielen weitern Staaten weltweit. Diese zentralen Werte sollten auch das alltägliche Miteinander in einer globalisiert-urbanen Kultur prägen und innerhalb von global agierenden Wirtschaftsunternehmen einen essenziellen Stellenwert erlangen.

Die Realität sieht jedoch anders aus


Sozial-kulturell homogene Freundeskreise schon im Kindergarten, Skepsis und Fremdenfeindlichkeit unter Jugendlichen und ausländerfeindliche Vorurteile zwischen Erwachsenen prägen heutige Lebensalltage. Ein Problem, das über die Grenzen sozialer Brennpunkte hinausreicht. Die kindliche Erfahrung mit dem „Fremden“ soll schon früh Neugierde für andere Kulturkreise und Menschen anderer Herkunft wecken. Auf diese Weise soll ein freundschaftliches und offenes Miteinander mit und unter Kindern anderer sozialer und gesellschaftlicher Gruppen und Kulturen gefördert werden. Kinder, die sich heute mit Freude Neuem öffnen, werden auch morgen noch die Unterschiedlichkeit von Menschen als wertvoll für die Entwicklung und den Zusammenhalt einer demokratischen Gesellschaft begreifen. Diesen Eifer und diese Begeisterung werden sie an die sie begeleitenden und verstehenden Eltern weiter tragen: Aus diesen Gründen wurde das Projekt „Switch – In 4 Tagen um die Welt“ Ende 2005 von Hourvash Pourkian und Petra Vaessen ins Leben gerufen.

Die Philosophie von Switch


In Hamburg leben Menschen aus mehr als 180 Nationen - 50 % der Hamburger Kinder haben einen Migrationshintergrund. Die Kulturbrücke Hamburg e. V. bemüht sich daher um den interkulturellen Austausch und die Kommunikation zwischen den Familien unterschiedlicher Herkunft. Das Projekt Switch ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus allen Stadtteilen Hamburgs, Menschen aus aller Welt zu treffen und kennen zu lernen. Das Projekt basiert auf der Idee, Familien für die Vielfalt der Kulturen und Lebensweisen zu begeistern. Bestehende Vorurteile sollen abgebaut und der Entstehung von Vorurteilen entgegen gewirkt werden. Die spannenden, neuen Erlebnisse und Eindrücke der Kinderweltreise fördern Toleranz und Verständnis für Andersartigkeit. Kinder und Jugendliche deutscher und ausländischer Herkunft - auch wenn sie in Deutschland geboren sind - werden gemeinsam mit ihren Eltern zu Vertretern und Botschaftern ihrer Ursprungskultur: Was ist an unserer/ euer Kultur interessant? Was ist anders? Gibt es Gemeinsamkeiten? Die gegenseitige Vermittlung der eigenen Traditionen mit Unterstützung der Eltern soll hierbei im Mittelpunkt stehen.

"Weltreise" in der eigenen Stadt - wie geht das?


Allen Hamburger Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren ermöglicht die Kulturbrücke zweimal im Jahr eine viertägige „Weltreise“. Die teilnehmenden Kinder werden in Gruppen eingeteilt, die jeweils aus vier Kindern unterschiedlicher Herkunft bestehen. Japan kann hier z. B. auf Ghana, den Iran und auf Deutschland treffen: die Kinder verbringen vier Tage von 10 bis 18 Uhr im Wechsel in einer der Familien.Dieser internationale Familienaustausch beinhaltet ein vielfältiges Programm, das von der jeweiligen Familie selbst gestaltet wird: gemeinsames Zubereiten und Essen traditioneller Speisen, das „Erlernen“ der fremden Sprache, Verkleiden, Musizieren und landestypische Spiele sind nur ein paar Ideen, um die gemeinsame Zeit zu gestalten. Ebenso können Filme über das Herkunftsland angesehen werden oder Ausstellungen, Museen, Theater und andere kulturelle Veranstaltungen besucht werden. Im Vordergrund steht die Freude an gemeinsamen Unternehmungen und die Präsentation der unterschiedlichen Kulturen und Traditionen!

Seit April 2009 ist Switch endlich auch in Lübeck!


Nach nunmehr drei Jahren Projekterfahrung mit über 500 Teilnehmerkindern und Familien aus 50 Nationen und 57 Hamburger Stadtteilen möchte die Kulturbrücke Hamburg e. V. den ersten Schritt wagen, das Projekt in eine weitere Stadt zu bringen: Die Hansestadt Lübeck eignet sich aus mehreren Gründen hierfür ganz besonders: Auch Lübeck hat mit 25 % der unter 18jährigen einen hohen Migrantenteil, knapp 41.000 in Lübeck lebende Bürger aus über 140 Nationen sind Migranten. Lübeck befindet sich in günstiger Nähe zu Hamburg, so dass eine Unterstützung aus Hamburg vor Ort erfolgen kann. Darüber hinaus hat sich eine Partnerschaft mit der Soroptimist International Club Lübeck-Bad Schwartau ergeben, die der Kulturbrücke Hamburg e. V. bei der Umsetzung in Lübeck behilflich sein wird.

Die Nachhaltigkeit


Bei Umfragen und Interviews der Teilnehmerkinder und Familien stellte sich heraus, dass der Kontakt zu den Kindern der jeweiligen Gruppen nach den Switchreisen nicht kontinuierlich aufrecht erhalten wird und oft auch abbricht. Dient die Switchreise zwar der Völkerverständigung, fehlt ihr ggf. die Nachhaltigkeit. Dieser Problematik möchten die Switch-Initiatoren ab Sommer 2009 entgegenwirken, indem jede Switchgruppe einen ehrenamtlichen Betreuer/in erhält, der/die im Nachgang zu den Switchreisen Treffen organisiert und die Teilnehmerkinder bei gemeinsamen spannenden interkulturellen Aktivitäten erneut zusammenbringt.

Die Reisetagebücher


Alle teilnehmenden Kinder führen ein Switch-Tagebuch über ihre Weltreise oder ihre Filmtage. Das Tagebuch enthält neben anregenden Fragen auch viel Freiraum für die individuelle, zeichnerische und literarische Gestaltung. Die Tagebücher werden im Anschluss an die Reise von einer Jury bewertet. Die Jury besteht aus Vertretern der Hamburger Kultur, Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft. Die jungen Tagebuchschreiber erhalten attraktive Preise, die von namhaften Hamburger Unternehmen gestiftet werden.

Das Innovative an Switch


Der internationale Kinderkulturaustausch unterstützt gezielt die Integrationsarbeit der Behörde, der Schulen und der Eltern. Die Kulturbrücke fungiert hierbei als Initiator: Familien werden gefunden, vermittelt, begeistert und gefördert. Die Umsetzung von Switch ist sehr aufwändig, da von organisatorischer Seite alles sehr gut vorbereitet sein muss. Die Kulturbrücke ist für jegliche Art von Unterstützung dankbar, um die umfangreiche Arbeit erfolgreich zu bewältigen. Die Reaktionen auf das Switch-Projekt ziehen immer weitere Kreise: Aus vielen deutschen Städten und aus dem Ausland erhalten wir Anfragen zur Übernahme der Idee. Der Switch-Gedanke reicht mittlerweile bis nach Kanada.

Die Initiatorin des Projekts


Hourvash Pourkian www.pourkian.com, Vorstandvorsitzende der Kulturbrücke Hamburg e. V. www.kulturbrueckehamburg.de, hat das Projekt ins Leben gerufen. Als Vorbild für Switch diente ein eigenes Schlüsselerlebnis in ihrer Kindheit. Als gebürtige Teheranerin hat sie in ihrer Heimat viele verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennengelernt. Besonders beeindruckt war sie von der Lebensweise einer japanischen Familie. Dieses nachhaltige Erlebnis bewegte sie zur Entwicklung des Switch-Prinzips.

>>> Zur Website von SWITCH

Switch Beispielflyer PDF, 2772 KB

Hier können Sie sich den Flyer zur Switch-Herbstreise 2011 herunterladen!

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